Verkaufsverbot von Spielen in Kanada
Quebec verbietet englischsprachige Titel
Aus Kanada konnte man bislang nichts interessantes zum Thema Zensur in Computer- und Videospielen berichten. Bis jetzt.
In Quebec, einer kanadischen Provinz, in welcher französisch die einzige Amtssprache ist, konnte jetzt ein ungewöhnliches Gesetz das Parlament passieren.
Dieses Gesetz verbietet die Veröffentlichung rein englischsprachiger Titel. Der Ziel dieses Gesetz ist, die französische Sprache zu fördern und gleichzeitig zu schützen.
So sollen nun alle Spiele für Quebec entweder französische Vertonung aufweisen, oder wenigstens französische Untertitel haben
Dies ist, in Zeiten immer ausgeprägterer Anglisierung vielleicht sogar ein teilweise nachvollziehbarer Schritt, jedoch bleibt es Zensur, die von den frankophonen Spielern sicherlich nicht uneingeschränkt begrüßt werden wird.
So werden sich wohl nur die wenigsten Spielefans damit zufrieden geben, und ggf. das Spiel importieren, anstatt auf eine lokalisierte französischsprachige Version zu warten, die sicherlich auch erst mit einiger Verspätung zur entsprechenden internationalen Version kommen wird.
Die Entertainment Software Association of Canada fürchtet nun sogar, dass Publisher nun keine Spiele mehr im rebellierenden Quebec veröffentlichen, da die Herrstellung einer französischsprachigen Version für Kanada zu kostspielig sei.
Aufgrund von Regionalcodes und unterschiedlichen Publisherzuständigkeiten könne auch nicht einfach eine herrkömmliche französische Version für Kanada genutzt werden.
Bei derzeit gerade einmal 7,5 Millionen Einwohnern in Quebec ist diese Angst um mangelnde Wirtschaftlichkeit wohl auch nicht unbegründet.
Quelle: www.schnittberichte.com




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