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EA verklagt USK wegen Prüfung von Medal of Honor (PEGI)
Unzensierter Version wurde Freigabe verweigert
Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis Electronic Arts diesen Schritt gehen würde: Weil die USK dem Spiel Medal of Honor in seiner unzensierten Fassung eine Altersfreigabe verweigerte, geht EA nun in die Offensive und geht nun mit rechtlichen Schritten gegen die unabhängige Kontrollinstanz vor.
EA diesbezüglich:
Parallel zu der deutschen Version von Medal of Honor hatten wir bei der USK auch eine Alterskennzeichnung „Keine Jugendfreigabe“ (18+) der PEGI-Version von Medal of Honor beantragt.
Heute wurde die Entscheidung gefällt, die PEGI-Version nicht zu kennzeichnen.
Wir können diese Entscheidung nicht nachvollziehen und werden nun rechtlich dagegen vorgehen.
Bei der Entwicklung des Spiels haben wir großen Wert auf eine möglichst realistische, filmartige Darstellung gelegt. Die filmähnliche Grafik präsentiert sich detailreich und beschönigt den Kriegsalltag in keiner Weise.
Die Hintergrundgeschichte, in die der Spieler in besonderer Weise eingebettet ist, problematisiert vielmehr das Kriegsgeschehen. Zunehmend zweifeln die Soldaten am Sinn der Befehle, die sie auszuführen haben.
Das Spiel folgt der Tradition filmischer Umsetzungen der Kriegsthematik wie beispielsweise „Soldat James Ryan“ oder „Inglorious Bastards“, die mit teilweise sehr drastischen Gewaltdarstellungen arbeiten.
Vor diesem Hintergrund ist die Nichtkennzeichnung in unseren Augen nicht nachvollziehbar. Hier wird schlicht mit zweierlei Maß gemessen.
EA zieht hier einen Vergleich mit der Filmbranche, in welcher bereits seit Jahren entsprechende Medien, die vom Inhalt her Ähnlichkeiten mit Medal of Honor aufweisen, von der FSK relativ milde, oft mit einer FSK 16 Einstufung bewertet werden.
EA ist der Meinung, dass bei Filmen und Videospielen mit einem unterschiedlichem Maßstab gemessen wird.
Für die Spielebranche bedeutet dies im günstigsten Fall einen Präzedenzfall, bei der erstmals von judikativer Seite eine Entscheidung zu Computer- und Videospielen getroffen wird, evtl. auch hinsichtlich der Stellung als Kulturgut.
Möglich wäre auch eine entsprechende neue Debatte über den Jugendschutz.
Allerdings ist dies momentan noch rein spekulativ.
Nachdem EA bereits vor einigen Monaten die Altersfreigabepraxis der USK heftig kritisierte, macht man nun Nägel mit Köpfen.
Für Videospieler in ganz Deutschland ist dies jedenfalls eine erfreuliche Nachricht.
Medal of Honor selbst ist seit Oktober im Handel erhältlich.
In Deutschland ist jedoch nur eine zensierte Fassung auf den Markt gekommen und mit keine Jugendfreigabe eingestuft worden.
Quelle: www.schnittebercihte.com
Ui...
Bin mal gespannt ob EA Dead Space 2 ungeschnitten durch die USK bekommt, bei Teil 1 haben Sie ja 3 Anläufe gebraucht ...