Fable 2 von XO RINNI
Mit Charme, Schwert und Magie nach Albion! Das im September 2004 von Lionhead veröffentlichte Xbox-Rollenspiel Fable stellte eine Art Meilenstein der Rollenspielgeschichte dar - nie zuvor war es möglich, derartig ausgeprägt mit seinem moralischen Handeln den weiteren Spielverlauf zu beeinflussen. In nicht allzuferner Zukunft - im Oktober 2008, um genau zu sein - wird der geneigte Spieler in die zweite Runde geschickt.![]()
Screenshots von Fable 2
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Von Kindesbeinen an voll in der Äkschn...
Fable 2 wird, wie schon der Vorgänger auch, in Albion spielen, allerdings 500 Jahre später. Der Spieler hat die freie Wahl, ob er sein künftiges Abenteurer-Leben als Mann oder Frau führen möchte - hier fängt bereits die Einflussnahme auf die weitere Handlung an. Bereits die Taten als Kind werden die Zukunft des Charakters (und auch der Umwelt) prägen. So wird es einen Auftrag geben, in der man (noch als Jungspunt) Steckbriefe gesuchter Verbrecher zu verteilen hat. Wählt der Spieler den strebsamen Weg und erledigt diese Aufgabe vorbildlich, werden die schweren Jungs hinter Gitter verfrachtet, wirft der Spieler die Steckbriefe hingegen - wie schlechte Prospektverteiler - weg, kann es gut sein, dass Albion von Raub, Mord, Vergewaltigung und Plünderung heimgesucht wird.
Wo im Vorgänger die Charakterzüge im Wesentlichen durch "gute" und "böse" Taten bestimmt wurden, wird es bei Fable 2 erheblich komplexer. So haben die Taten des Spielers nicht nur Einfluss auf die Charaktereigenschaften "Gut" und "Böse", sondern auch auf "Freundlichkeit", "Grausamkeit", "Korruption" sowie "Unverdorbenheit". Dies führt dazu, dass es erheblich schwerer sein wird, die Rolle des moralisch einwandfreien Bürgers zu spielen.
Auch optisch gleicht sich die Spielfigur seinem Charakter an. Während der Vorgänger dies nur durch Teufelshörner und Heiligenschein zum Ausdruck brachte, geht Fable 2 noch einen Schritt weiter. So wird der Protagonist mit stolzgeschwellter Brust durch die Lande marschieren, wenn er Gutes vollbringt - und gegenteilig gekrümmt wie Gollum über den Acker schleichen.
Mein Partner mit der kalten Schnauze!
Eine der weitreichendsten Änderungen in Fable 2 stellt der Hund dar, der dem Spieler zur Seite steht. Dieser ist nicht nur ein optisches Feature - er ersetzt die Minimap, und seiner Natur entsprechend erschnüffelt er geheime Wege und versteckte Gegenstände. Natürlich wird der treue Vierbeiner gemäß Hausmeister Krauses Motto "Der Hund bleibt Dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde" auch in Kämpfen zur Seite stehen. So versucht Bello auch den Spieler vor Gefahren zu warnen, hierfür haben die Entwickler dem Pixelköter 80 verschiedene Bell-, Wuff- und Knurrlaute spendiert. Gemäss der Wünsche des Spielers kann der Hund zum Vollblutkiller im Hamsterformat trainiert werden, damit dieser nicht ständig als Verlierer aus den Kämpfen geht. Zur Beruhigung der Tierschützer unter den Lesern, die bereits eine Sammelklage gegen Lionhead vorbereiten: Der virtuelle Bello kann nicht sterben. Desweiteren kann man dem Tierchen Tricks beibringen, was bei der Partnersuche von Vorteil sein kann - Hundebesitzer unter den Lesern können das bestätigen.
Nachwuchs und andere Störenfriede...
Ganz liberal bleibt einem die Wahl, ob man lieber mit Männlein oder Weiblein anbandeln möchte. Im Falle einer Hetero-Partnerschaft kann sich die Verbindung noch erheblich weiter entwickeln als im Vorgänger. So kann man neben der Heirat auch Nachwuchs zeugen - wenn man das mittelalterliche Ziegenlederkondom vergisst. Ob gewollt oder nicht, Florian-Amadeus ist jetzt halt auf der Welt, und so muss sich der Spieler auch um seine Familie kümmern - oder eben nicht. Wählt man Wein, Weib, Gesang und Abenteuer statt der eigenen Familie, kann es zu einer Scheidung kommen. Jeder, der das schonmal in der Realität durchlebt hat, kennt die Schattenseite dieses Features. Frau und Bälger kassieren 50% der Penunzen des Helden, und das Schwert, für das man so mühsam sein Taschengeld gespart hat, rückt wieder in die Ferne. Sollte das Eheweib jedoch irgendwelchen mysteriösen Umständen zum Opfer fallen, bleibt einem eine solche kostspielige Scheidung aber erspart. Das Leben ist halt hart als Ehefrau.
Kein Hartz IV für Albion!
So weit muss es natürlich nicht kommen, sollte man sich dazu entscheiden, ganz bürgerlich für seine Brut zu sorgen. Dazu gibt einem das Spiel zahlreiche Möglichkeiten an die Hand. So kann man das Familienbudget mit einem von fünf Jobs aufstocken und sich als Holzfäller, Barkeeper, Attentäter, Schmied oder Handlanger verdingen. Auch wenn Albion nicht gerade Las Vegas ist, gibt es in Fable 2 Glücksspiele in Form der "Pub Games", die dem ein oder anderen bereits durch den gleichnamigen Arcade-Titel ein Begriff sind.
Im Gegensatz zum Vorgänger kann Fable 2 mit Multiplayer-Modi aufwarten. Zum Einen wird es einen klassischen Onlinemodus geben, der es erlaubt, per Tastendruck mit anderen Spielern rund um den Globus zu kooperieren. Desweiteren wird es auch einen Offline-Coop geben, der gesellige Abende mit Freunden vor der Konsole erlaubt. Das alles sind Features, die sich durchaus interessant anhören. Ob die vollmundigen Versprechen des Herstellers in der endgültigen Version zur Realität werden, sehen wir im Oktober.
Fable 2 erscheint am 24.10.2008 für die Xbox 360.


Screenshots von Fable 2




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