Microsofts Xbox-360-Zugpferde Gears of War 3 und Halo: Reach haben eines gemeinsam.
Für beide präsentierte man auf der E3 jeweils einen neuen Multiplayer-Modus, während man zuvor auf der Pressekonferenz Einblicke in die Kampagnen bekam.
Aber hey, da beide Spiele auch von ihrem Online-Part leben, dürfte das wohl die wenigsten Spieler stören. Und was man beispielsweise bei Gears 3 zu sehen bekam, macht auf jeden Fall Lust auf mehr.
„Beast“ heißt die neue Spielvariante, die sich Epic ausgedacht hat. Oder kurz gesagt: Horde mal umgedreht.
Wenn das schon alles wäre, könnte ich an dieser Stelle wieder Schluss machen, aber hinter Horde steckt noch weit mehr.
Grundsätzlich gilt aber folgendes: Fünf Spieler nehmen es als Locust mit diversen Wellen von KI-gesteuerten Menschen auf und müssen diese innerhalb eines Zeitlimits erledigen.
Aber wie gesagt, es steckt weitaus mehr dahinter.
Ihr selbst und eure Mitstreiter könnt etwa unendlich oft wieder respawnen und eure Munition regeneriert sich nach kurzer Zeit, wenn ihr mal alles verballert habt.
Doktor Fenix praktiziert am liebsten an lebenden Locust.
Herzstück von „Beast“ sind aber zweifelsohne die verschiedenen Charakterklassen, auf die ihr durch das allgemeine Hochleveln und durch eure Verdienste innerhalb eines Matches Zugriff erlangt.
Die vier Gruppen – Beasts, Humanoids, Boomers und Drones – teilen sich dem unvollständigen Bildschirm der auf der E3 gezeigten Fassung nach nochmals in jeweils fünf Klassen auf, insgesamt sind es also 20 verschiedene Kämpfer – von groß bis klein ist alles dabei.
Und um wirklich die dicksten Viecher einer Kategorie freizuschalten, müsst ihr euch auf diese speziellen Pfade konzentrieren, sowohl in eurer allgemeinen Online-Karriere als auch im Match selbst.
Zusätzlich könnt ihr das nicht mal eben einfach so nach Lust und Laune entscheiden, ihr müsst es euch verdienen.
Je mehr Feinde und Bossgegner ihr erledigt, desto mehr Auszeichnungen erhaltet ihr und investiert diese dann eben in stärkere Locust.
Zusätzlich schafft man Anreize, damit ihr nicht blind in die Gegner hineinstürmt.
Am Ende einer Runde bekommt ihr die Auszeichnungen zurück, die ihr in die aktuelle Klasse investiert habt.
Wer seinen teuren und starken Locust am Leben erhält, sammelt währenddessen fleißig weiter Auszeichnungen und kann später mitunter dann einen noch gefährlichen Kämpfer ins Gefecht führen, weil man eben so vorsichtig und gleichzeitig sparsam war.
Weibliche Verstärkung für das Team.
Die Monster selbst sind auch die unverkennbaren Stars des Beast-Modus. Alleine anhand der verschiedenen Klassen und ihrer unterschiedlichen Spielweisen merkt man, dass Epic hier viel Zeit investiert hat. Gleichermaßen kommt es auf das Zusammenspiel der einzelnen Locust an, um den Feind, der an zufälligen Punkten auf der Karte auftaucht, in Grund und Boden zu stampfen.
Anfangs sind es zumeist schwache Gegnergruppen, später bekommt ihr es mit gut verteidigten und schwierig zu knackenden Feindpositionen zu tun. Der Schwierigkeitsgrad steigt langsam, aber beständig an.
So bekommt ihr auch die Chance, euch bis zu den höheren Stufen genügend Auszeichnungen zu verdienen.
Und genau das soll jederzeit machbar sein, auch mit der Standardeinheit, dem Ticker.
Diese kleine Kreatur ist hochexplosiv und sprengt sich auf Knopfdruck in die Luft, braucht dazu jedoch eine kurze Vorlaufzeit.
Es kommt auf das richtige Timing an.
Begebt ihr euch zu früh zum Feind, kann der euch noch in Stücke schießen, seid ihr zu spät dran, verpufft euer Angriff möglicherweise im Nirgendwo. Taktik spielt dabei also eine nicht minder große Rolle, zumal ihr mehrere Feinde mit dem Ticker ausschalten könnt, mitunter sogar Gruppen von fünf bis sechs Widersachern, sofern diese nahe genug beieinander sind.
Anders ausgedrückt: M-m-m-Monster Kill .
Im Allgemeinen hat jede Klasse ihre Vor- und Nachteile.
Der Wretch kann beispielsweise über Deckung hüpfen und ist an und für sich sehr wendig, verfügt im Gegenzug aber lediglich über vergleichsweise schwächere Nahkampfattacken.
Ähnlich verhält sich der Serapede. Auch er ist offensiv nicht gänzlich stark, aufgrund seiner geringen Größe aber ebenso schwer zu entdecken.
Die Boomer dürfte man unterdessen wohl kaum übersehen können. Sie sind schwer und langsam, können durch Betätigung des A-Buttons aber zu einem kleinen Sprint ansetzen.
Und dem steht man besser nicht im weg.
Der Butcher führt verheerende Nahkampfattacken mit seinem Schwert aus, der Savage Boomer schickt die neue Untergrund-Granate auf den Weg, die sich unter der Oberfläche fortbewegt, der Grinder schleppt eine Mini-Gun mit sich herum und der Mauler schützt sich mit einem Schild, während er mit der anderen Hand einen Streitkolben schwingt.
Allesamt groß und gefährlich, aber auch ohne Deckung und träge.
Die einzige spielbare Drone war der Grenadier Elite.
Der ähnelt im Großen und Ganzen einem normalen Soldaten, trägt eine Granate mit sich herum und richtet mit seiner Schrotflinte auf kurze Distanz großen Schaden an.
Sollte er mal zu Boden gehen, kann ihm der Kantus zu Hilfe eilen.
Der Heiler bringt niedergeschossene Kameraden wieder auf die Beine, was übrigens auch die menschlichen Gegenspieler tun, sofern man deren Soldaten nicht den letzten Gnadenstoß gibt.
Das tut der Grenadier Elite zum Beispiel, indem er seinem Gegenüber einen Arm ausreißt und ihm damit den Rest gibt.
Ein Release in Deutschland kommt wohl auch diesmal nicht in Frage.
Obendrein nutzt der Kantus die neue, vollautomatische Maschinenpistole, muss aber wiederum absolut stillstehen, während er einen Kollegen rettet. Dementsprechend anfällig ist er auch zu dem Zeitpunkt.
Die erweiterte Variante davon ist dann der Armored Kantus, der den standardmäßigen Kugelhagel der Kontrahenten einfach absorbiert.
Schlussendlich darf einer natürlich nicht fehlen: Die Berserkerin.
Dieses mächtige Vieh macht mit Feinden kurzen Prozess.
Klingt ziemlich übermächtig, aber auch dafür hat Epic eine Lösung. Steuert man die Berserkerin, ist die Sicht eingeschränkt.
Man erkennt lediglich etwas an den Bildschirmrändern und sehr wenig auf mittlere Entfernung, der Rest ist gewissermaßen verdunkelt.
Entsprechend schwierig ist es, mit dem Berseker auf eigene Faust zu agieren und nicht planlos durch die Gegend zu stampfen.
Koordination mit den Teammitgliedern ist in dem Fall äußerst hilfreich.
Beast ist also ziemlich einzigartig, bietet viel Abwechslung und erfordert eine genaue Koordination, um den Feind wirklich effektiv und ohne größere Verlust um die Ecke zu bringen.
Mit den 20 verschiedenen Kreaturen beziehungsweise Klassen dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein, zumal sie auch entsprechende Unterschiede vorweisen ihre eigene Spielweise erfordern.
Alles in allem klingt Beast nach einer Menge Spaß und dürfte eine willkommene Neuerung im Online-Portfolio von Gears of War 3 werden.
Gears of War 3 erscheint am 8. April 2011 für die Xbox 360.
Quelle: www.eurogamer.de








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man kann Skills auswählen.....

