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Silver Linings - Review

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ID:	27083

Love it, change it or leave it!

Gegen ärztlichen Rat – aber mit Erlaubnis des Gerichts – holt seine Mutter Pat Solatano nach acht Monaten in einer psychiatrischen Anstalt zurück nach Hause.
Er steht vor den Trümmern seiner Existenz, weil er den Liebhaber seiner Frau halb totgeschlagen hat.
Nun hat er Frau, Haus und Job verloren und darf sich seiner Frau weder nähern, noch Kontakt zu ihr aufnehmen.
Trotzdem setzt Pat alles daran, seine Nikki zurückzugewinnen, und ist fest davon überzeugt, dass er es mit einem gesunden Lebenswandel schaffen kann, den Silberstreif am Horizont wieder zu fassen zu kriegen.
Seine Versuche, wieder im Alltag Fuß zu fassen, sind zunächst jedoch nicht von Erfolg gekrönt: Ein ums andere Mal zieht er die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich, weil er seine Wutanfälle nicht kontrollieren kann.
Erst als er die junge Witwe Tiffany kennenlernt, die ihr ganz eigenes Bündeln an Problemen mit sich herumschleppt, sieht Pat eine Chance.
Die beiden Außenseiter schließen einen Handel ab: Tiffany will Pat helfen, seine Frau zurückzugewinnen.
Im Gegenzug willigt Pat ein, mit ihr beim lokalen Tanzwettbewerb anzutreten.
Das Training wird für beide zum entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben.

Regisseur David O’Russell (Three Kings) hat ein Händchen für außergewöhnliche Charaktere und Geschichten jenseits des Mainstreams und stellt dies mit Silver Linings erneut eindrucksvoll unter Beweis.
Im Zentrum des Films stehen zwei von Wut und Verzweiflung gekennzeichnete Charaktere, die von ihrer Umwelt als leicht verrückt wahrgenommen werden.
Schnell zeigt sich jedoch, dass die „Normalen“ auch so ihre Macken und Probleme zu schultern haben und sich – wie Pats Eltern – meist auch mehr schlecht als recht durchs Leben schlagen. Trotz der stellenweise recht drastischen Dialoge und emotional aufgeladenen Szenen führt der Film niemanden vor und verurteilt niemanden.
O’Russell gelingt das Kunststück, Momente großer innerer Anspannung mit der richtigen Dosis Optimismus und einem Schuss Skurrilität zu vermischen.
Fast hat man das Gefühl, eine rasante Screwball-Komödie zu verfolgen, doch dafür ist das Thema zu ernst.
Dennoch entgleitet die Geschichte nie vollends ins Dramatische, was vor allem dem exzellenten Zusammenspiel der Darsteller zu verdanken ist.

Die hochkarätig besetzte Romanverfilmung war für acht Oscars nominiert, darunter bester Film und bestes Drehbuch.
Neben Bradley Cooper, Robert de Niro, Jacki Weaver und Chris Tucker brilliert Jennifer Lawrence, der als Tiffany der Spagat zwischen übergroßer Verletzlichkeit und vulgär-provozierendem Verhalten gelingt.
Für diese beeindruckende Leistung wurde sie zurecht mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Eine Entdeckung, auf die man sich einlassen muss.

Fazit:

WOOW, da passt einfach alles!

Silver Linings- braucht einen ziemlichen Anlauf, bis sich die Fäden der Geschichte ordnen.
Für mich war es der Moment, als Tiffany auf der Bildfläche erscheint, als die Geschichte ihre Bestimmung findet.
Die Dialoge zwischen Tiffany und Pat sind schlichtweg genial.
Bradley Cooper als unbeherrschbare Nervensäge und Jennifer Lawrence als ziemlich kaputte Witwe spielen ihre Parts hervorragend.
Dabei ist Lawrence so begehrenswert wie selten zuvor.
Beide Hauptdarsteller schaffen es sogar Robert De Niro zum Nebendarsteller zu degradieren.

Silver Linings- ist erfrischend anderes Kino. Perfekt besetzt und grandios gespielt legt der Streifen Minute um Minute zu und am Ende kommt man aus dieser Geschichte nicht mehr raus.
Zu den Bildern gibt es Wahnsinnsmusik.
Während Pat durchdreht und Tiffany versucht, diesen hyperaktiven Typen in die richtigen Bahnen zu lenken, gibt es Songs von Jesse J, Johnny Mathis, Led Zeppelin, Bob Dylan, Johnny Cash, Dave Brubeck,den White Stripes und den Alabama Shakes zu hören.
Das passt wunderbar zu den Bildern vom Wahnsinn und der großen Liebe.

10/10 Points von mir!

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Movie , Film - Mein Fazit

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