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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Oscars 2012 - Alle Nominierungen im Überblick



XO Snatchy
24.01.2012, 20:29
17062

Am Dienstagmorgen gegen 05.30 Uhr veröffentlichte die Academy of Motion Arts and Sciences die Nominierungen für die 84. Academy Awards.
5.783 Mitglieder der amerikanischen Filmakademie durften zu diesen Vorschlägen beitragen.
Darunter gab es gleich mehrere Auffälligkeiten: Nur neun statt zehn Spielfilme waren so gut, dass sie für die Königsdisziplin nominiert wurden.

Erstmals seit fünf Jahren ist kein Pixar-Spielfilm für das beste animierte Werk nominiert.
Schon vor fünf Jahren überzeugte «Cars» nicht, die Fortsetzung wurde noch nicht einmal für eine Nominierung in Erwägung gezogen.
Der Golden Globe-Gewinner «Die Abenteuer von Tim und Struppi» erhielt ebenfalls keine Nominierung – lediglich die Arbeit am Soundtrack könnte mit einem Oscar belohnt werden.
Unterdessen ist der deutsche Beitrag «Pina» lediglich bei den Dokumentarfilmen gelandet – große Chancen werden stattdessen der iranischen Produktion «Nadar und Simion – eine Trennung» eingeräumt.
Die Produktion wurde ebenfalls für einen Drehbuch-Oscar vorgeschlagen.

Das Martin Scorsese-Drama «Hugo Cabret» dominiert die Academy Awards mit elf Nominierungen, mit zehn Vorschlägen folgt «The Artist».
Auch der George Clooney-Spielfilm «The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten» sowie «Verblendung» könnten mit jeweils fünf Preisen abräumen.
Das Rassendrama «The Help» bekam vier Oscar-Nominierungen, «Moneyball» steht mit sechs Vorschlägen ebenfalls gut da.
Am 26. Februar werden die Oscars in Los Angeles verliehen.

Bester Film
- «The Artist»
- «The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten»
- «Extrem laut und unglaublich nah»
- «The Help»
- «Hugo Cabret»
- «Midnight in Paris»
- «Moneyball»
- «The Tree of Life»
- «Gefährten - War Horse»

Bester Hauptdarsteller
- Demián Bichir für «A Better Life»
- George Clooney für «The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten»
- Jean Dujardin für «The Artist»
- Gary Oldman für «Dame, König, As, Spion»
- Brad Pitt für «Moneyball»

Bester Nebendarsteller
- Kenneth Branagh für «My Week with Marilyn»
- Jonah Hill für «Moneyball»
- Nick Nolte für «Warrior»
- Christopher Plummer für «Beginners»
- Max von Sydow für «Extrem laut und unglaublich nah»

Beste Schauspielerin
- Glenn Close für «Albert Nobbs»
- Viola Davis für «The Help»
- Rooney Mara für «Verblendung»
- Meryl Streep für «Die eiserne Lady»
- Michelle Williams für «My Week with Marilyn»

Beste Nebendarstellerin
- Bérénice Bejo für «The Artist»
- Jessica Chastain für «The Help»
- Melissa McCarthy für «Brautalarm»
- Janet McTeer für «Albert Nobbs»
- Octavia Spencer für «The Help»

Bester animierter Spielfilm
- «A Cat in Paris»
- «Chico & Rita»
- «Kung Fu Panda 2»
- «Der gestiefelte Kater»
- «Rango»

Beste künstlerische Leistung
- Laurence Bennett für «The Artist»
- Stuart Craig für «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2»
- Dante Ferretti für «Hugo Cabret»
- Anne Seibel für «Midnight in Paris»
- Rick Carter für «Gefährten - War Horse»

Beste Kamera
- Guillaume Schiffman für «The Artist»
- Jeff Cronenweth für «Verblendung»
- Robert Richardson für «Hugo Cabret»
- Emmanuel Lubezki für «The Tree of Life»
- Janusz Kaminski für «Gefährten - War Horse»

Bestes Kostümdesign
- Lisy Christl für «Anonymous»
- Mark Bridges für «The Artist»
- Sandy Powell für «Hugo Cabret»
- Michael O’Connor für «Jane Eyre»
- Adrianne Phillips für «W.E.»

Bester Regisseur
- Michael Hazanavicius für «The Artist»
- Alexander Payne für «The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten»
- Martin Scorsese für «Hugo Cabret»
- Woody Allen für «Midnight in Paris»
- Terrence Malick für «The Tree of Life»

Bester Dokumentarfilm
- «Hell and Back Again»
- «If a Tree Falls: A Store of the Earth Liberation Front»
- «Paradise Lost 3: Purgatory»
- «Pina» (Deutschland)
- «Undefeated»

Bester Kurz-Dokumentarfilm
- «The Barber of Birmingham: Foot Soldier of the Civil Rights Movement»
- «God is the Bigger Elvis»
- «Incident in New Baghdad»
- «Saving Face»
- «The Tsunami and the Cherry Blossom»

Bester Schnitt
- Ann-Sophie Bion und Michel Hazanavicius für «The Artist»
- Kevin Tent für «The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten»
- Kirk Baxter und Angus Wall für «Verblendung»
- Thelma Schoonmaker für «Hugo Cabret»
- Christopher Tellefsen für «Moneyball»

Bester ausländischer Spielfilm
- «Bullhead» (Belgien)
- «Footnote» (Israel)
- «In Darkness» (Polen)
- «Monsieur Lazhar» (Kanada)
- «Nader und Simin - eine Trennung» (Iran)

Bestes Make-Up
- Martial Corneville, Lynn Johnston und Matthew W. Mungle für «Albert Nobbs»
- Nick Dudman, Amanda Knight und Lisa Tomblin für «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2»
- Mark Coulier und J. Roy Helland für «Die eiserne Lady»

Bester Score
- John Williams für «Die Abenteuer von Tim und Struppi»
- Ludovic Bource für «The Artist»
- Howard Shore für «Hugo Cabret»
- Alberto Iglesias für «Dame, König, As, Spion»
- John Williams für «Gefährten - War Horse»

Bester Song
- „Man or Muppet“ von Bret McKenzie aus «Die Muppets»
- „Real in Rio“ von Sergio Mendes und Carlinhos Brown aus «Rio»

Bester animierter Kurzfilm
- «Dimanche/Sunday»
- «The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore»
- «La Luna»
- «A Morning Stroll»
- «Wild Life»

Bester Kurzfilm
- «Pentecost»
- «Raju»
- «The Shore»
- «Time Freak»
- «Tuba Atlantic»

Bester Soundschnitt
- Lon Bender und Victor Ray Ennis für «Drive»
- Ren Klyce für «Verblendung»
- Philip Stockton und Eugene Gearty für «Hugo Cabret»
- Ethan Van der Ryn und Erik Aadahl für «Transformers 3»
- Richard Hymns und Gary Rydstrom für «Gefährten - War Horse»

Beste Soundbearbeitung
- David Parker, Michael Semanick, Ren Klyce und Bo Persson für «Verblendung»
- Tom Fleischmann und John Midgley für «Hugo Cabret»
- Deb Adair, Ron Bocar, Dave Giammarco und Ed Novick für «Moneyball»
- Greg P. Russel, Gary Summers, Jeffrey J. Haboush und Peter J. Devlin für «Transformers 3»
- Gary Rydstrom, Andy Nelson, Tom Johnson und Stuart Wilson für «Gefährten - War Horse»

Beste visuelle Effekte
- Tim Burke, David Vickery, Greg Butler und John Richardson für «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2»
- Rob Legato, Joss Williams, Ben Grossman und Alex Henning für «Hugo Cabret»
- Erik Nash, John Rosengrant, Dan Taylor und Swen Hillberg für «Real Steel»
- Joe Letteri, Dan Lemmon, R. Christopher White und Daniel Barrett für «Planet der Affen - Prevolution»
- Scott Farrar, Scott BRenza, Matthew Butler und John Frazier für «Transformers 3»

Bestes adaptiertes Drehbuch
- Alexander Payne, Nat Faxon und Jim Rash für «The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten»
- John Logan für «Hugo Cabret»
- George Clooney, Grant Heslov und Beau Willimon für «The Ides of March – Tage des Verrats»
- Steven Zaillian und Aaron Sorkin für «Moneyball»
- Bridget O’Connor und Peter Straughan für «Dame, König, As, Spion»

Bestes Original-Drehbuch
- Michael Hazanavicius für «The Artist»
- Annie Mumolo und Kristen Wiig für «Brautalarm»
- J. C. Chandor für «Der große Crash»
- Woody Allen für «Midnight in Paris»
- Asghar Farhadi für «Nader und Simin - eine Trennung»

Quelle: Quotenmeter.de

XO LustikuS
25.01.2012, 07:05
Wo soll man da nur anfangen. Bitte nicht Midnight in Paris als bester Film des Jahres. Der Streifen von Woody ist gut gelungen und sicherlich auch sehenswert. Aber bestimmt nicht der Film des Jahres. Und Verblendung ist ledeglich ein geklautes Remake aus den USA, auf das wir sicherlich auch verzichten könnten.

Aber die Krönung ist ohnehin the Artist. Hier ist der offizielle Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=O8K9AZcSQJE

XO Snatchy
26.02.2012, 12:08
17454

Es soll die Nacht der Nächte werden: In Hollywood werden die Oscars in einer Mammutshow verliehen.
Doch der Glanz der Stars kann die Krise der Filmbranche nur kaschieren.

Diesmal wird alles anders.
Sagt jedenfalls Brian Grazer, der Produzent der Oscar (http://www.spiegel.de/thema/oscar/)-Show: Das Kodak Theatre, seit 2001 der Schauplatz der Gala, sei komplett umdekoriert worden - im Stil eines "zeitlosen Filmpalastes".
Mehr verrät er aber nicht: Wer's wissen will, muss zugucken.

Alles wird anders.
Sagt Starkoch Wolfgang Puck, der die Preisträger anschließend beim Governors Ball verköstigt.
Da gebe es diesmal Häppchen statt Drei-Gänge-Menüs, Chaiselongues statt Stühlen, Sitzecken statt Tischen.
"Eine neue Energie", nennt Puck das, an einem goldenen Schoko-Oscar knabbernd.
Alles wird anders.
Sagt nicht zuletzt der Alt-Comedian Billy Crystal, der mal wieder durch die Show führt.
"Zusätzliche Aufregung für die Oscars", twittert er am Freitag.
"Ein Umschlag wird einen lebendigen Skorpion enthalten!"
Der Countdown läuft - die PR-Maschinerie auch.
Wie jedes Jahr tut das Oscar-Gremium Academy of Motion Picture Arts and Sciences (Ampas) so, als habe es den begehrtesten Filmpreis der Welt komplett neu erfunden. Am Sonntag ist es wieder so weit, zum 84. Mal (ab 0 Uhr startet der Liveticker auf SPIEGEL ONLINE).
Wie jedes Mal gibt es auch in diesem Jahr Zweifel an der Relevanz des vierstündigen Spektakels ("Wir peilen drei Stunden an", schwört die Ampas), vor allem in bedrückenden Zeiten wie diesen.
Flaue Witze, unendlich viele und sinnlose Kategorien, Dankesreden ohne Ende und dann die Tanzeinlagen: "Es ist höchste Zeit", findet Dan Kois, Kulturkolumnist des Online-Magazins "Slate", "die Academy Awards zu reformieren."

Alles muss stimmen
Leicht gesagt.
Die Oscars sind von Natur aus ein schwergängiges Dickschiff. Ein geradezu militärisch durchorganisiertes Unterfangen mit Tausenden Akteuren hinter den Kulissen.
Am Hollywood Boulevard werkeln sie seit Tagen hinter hohen, schwarzen Paravents, mit denen die Ampas das Spektakel vor Schaulustigen versteckt.
Dahinter wird der rote Teppich ausgerollt, über die Schlaglöcher des abgesperrten Boulevards.
Es ist seit Jahren derselbe dicke Stoffstreifen, aus dem Lager der Firma American Turf & Carpet hervorgeholt und grundgereinigt: nicht zu weich, nicht zu fest, vor allem nicht zu rot.
Sondern "Cayenne", so der offizielle Name, eine Art Grellpurpur, das nur in der verzerrten Fernsehoptik "rot" aussieht - 150 Meter lang, zehn Meter breit und von Latinos verklebt.
Da muss alles stimmen: Ecken, Kanten, Winkel. Dutzende wichtigtuerische Produktionsassistenten dirigieren diese sensible Choreografie im Herzen Hollywoods. In der Nacht zum Samstag war der Open-Air-Laufsteg noch eine laute Großbaustelle.
Am Sonntag wird er Inbegriff globalen Glamours sein - dank Hunderter Scheinwerfer, Farbfilter, Weichzeichner und goldener Oscar-Statuen.
Auf der einen Seite des Teppichs stehen Tribünen mit 700 Sitzen für Fans, die ihre Tickets in einer Online-Lotterie gewonnen haben.
Auf der anderen Seite die markierten Stehpositionen für Fotografen, Kameraleute und schreibende Reporter.
Wie sehr selbst die am immer gleichen Trott hängen, zeigt sich, als die Ampas einige ihrer Plätze jetzt erstmals verschob: Da erhebt sich höfliches, doch festes Murren, bis ein "Kompromiss" gefunden ist.

Auch drinnen läuft alles wie am Schnürchen. Ist jedenfalls anzunehmen: Anders als beim letzten Mal, als sich die Oscars mit virtueller Transparenz und albernen YouTube-Filmchen der Moderatoren Anne Hathaway (http://www.spiegel.de/thema/anne_hathaway/) und James Franco (http://www.spiegel.de/thema/james_franco/) blamierten, herrscht diesmal strikte Geheimhaltung.
Selbst die traditionelle Pressekonferenz der Produzenten entfällt.
Auch die wenigen Details, die die Ampas von den Proben freigibt, enthüllen wenig Neues.
Etliche Stars schleichen sich durch den Hintereingang, um ihre Rendezvous mit dem Teleprompter persönlich zu üben: Tom Cruise, Angelina Jolie, Jennifer Lopez, Cameron Diaz, Penelope Cruz.
Akrobaten vom Cirque du Soleil räkeln sich im Auditorium.
Die Ampas macht vorab viel Wind um deren "exklusive" Einlage (50 Teilnehmer!). Doch Cirque - ein Mammutunternehmen mit zurzeit 20 Shows weltweit - hat seine Novität längst verloren.
Dabei waren die Hoffnungen groß für eine schrägere Oscar-Show.
Nach dem Reinfall mit Hathaway und Franco hatte die Ampas den Komiker Eddie Murphy (http://www.spiegel.de/thema/eddie_murphy/) als Conferencier engagiert und Regisseur Brett Ratner ("Rush Hour") als Produzent.
Doch dann setzte Ratner mit seinem losen Mundwerk ("Proben ist für Tunten") sich selbst und Murphy vor die Tür (http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,796900,00.html).
Dazu ist die Ampas dann doch zu konservativ.

Was bringen die Oscars überhaupt?
Also jetzt Billy Crystal.
Der Klamottenkomiker ist ein Oscar-Veteran, er hat die Show schon 8-mal moderiert.
Crystal ist 63 - womit er sich bei der Ampas in bester Gesellschaft befindet: Deren 5765 Mitglieder sind zu 94 Prozent weiß, zu 77 Prozent männlich und zu 54 Prozent älter als 60.
Unter 40 Jahren sind nur 115 von ihnen - gerade mal zwei Prozent.

Was auch die Auswahl der nominierten Filme erklärt.
Zwar geht sich 2012 in den US-Kinos gut an, doch keiner der Oscar-Kandidaten ist ein Kassenknüller.
Das Familiendrama "The Descendants" mit George Clooney (http://www.spiegel.de/thema/george_clooney/), fünfmal nominiert, war vorige Woche der lukrativste Oscar-Streifen - und landete damit trotzdem nur weit abgeschlagen auf Platz 11.
"The Artist" und "Hugo Cabret", die Favoriten für "Bester Film", rangierten sogar auf 13 und 14.
Eine alte Frage: Was bringen die Oscars einem überhaupt? Oscar-Novizen sicher einiges, nicht zuletzt Aufregung.
"Es ist ganz toll, dass wir eine Nominierung erhalten haben", freut sich Steffen Reuter, der deutsche Co-Produzent des polnischen Holocaust-Epos "In Darkness", das als "Bester fremdsprachiger Film" konkurriert.
"Wir haben so viele Jahre daran gearbeitet.
Es ist schön, dass das jetzt auch gewürdigt wird."
Finanziell dagegen ist die Freude weniger klar.
Zwar legen die prämierten Streifen an der Kinokasse meist noch mal kräftig zu.
Doch dieser Oscar-Bonus schrumpft seit Jahren. Genauso wie die US-Zuschauerzahlen der Oscars.
Vor 2002 sahen meist noch mehr als 40 Millionen zu, 1998 waren es sogar 55 Millionen.
Dann kam der Abstieg. 2011 lag mit 37,6 Millionen um neun Prozent unter 2010.
Dieses Jahr dürften die Oscars eine niedrigere Quote einfahren als die Emmy-Verleihung neulich. Schlimmer noch für Werbekunden: Das verbliebene Publikum wird immer älter.

Kreisende Pleitegeier
Die Quoten reflektieren die Lage der Branche.
Der Oscar-Glanz kaschiert, dass diese Industrie genauso kämpft wie andere.
Zwar steigen die Umsätze, dank digitaler Met***** und saftiger 3-D-Zuschläge.
Doch die Rezession hat auch Hollywood in eine Job-Krise gestürzt, die bis heute alle trifft - vom Studio-Manager über den Charakterdarsteller bis hin zum Bühnenbildner.
"Die Leute haben keine Ahnung, was gerade in Hollywood los ist", zitierte die "New York Times" neulich eine Branchenbloggerin.
"Es gibt so wenig Arbeit, alle leben von dem Geld, das sie in den neunziger Jahren verdienten, doch tun so, als habe sich nichts verändert." Paradebeispiel: die Oscars.
Alles neu, alles alt, so das Motto auch diesmal.
Doch die Ampas kann den kreisenden Pleitegeier nicht ganz verscheuchen.
Das Kodak Theatre, extra für die Oscars gebaut, darf seit dieser Woche nicht mehr so genannt werden.
Der Filmproduzent Kodak hat als Folge der Digitalisierung Konkurs angemeldet und kann die Namensrechte (3,6 Millionen Dollar im Jahr) nicht länger zahlen.

Jetzt finden die Oscars also im Hollywood & Highland Center statt.
So heißt das Einkaufszentrum, in dem das Theater steht.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,817592,00.html


Tja werd ich heute leider net schaffen, geht ja bei uns um 02.00 Uhr los auf Pro7, morgen gibts die Gewinner hier!

XO Snatchy
27.02.2012, 06:14
Die Gewinner der 84. Academy Awards

17456

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden in Los Angeles zum 84. Mal die Academy Awards verliehen.
Die Preisverleihung entwickelte sich zur Nacht der cineastischen Nostalgie: In jeweils fünf Kategorien setzten sich Martin Scorseses Verneigung vor den Anfängen der Filmkunst «Hugo Cabret» und der in Frankreich unabhängig produzierte Stummfilm «The Artist» durch.
Während Scorseses 3D-Spektakel in den technisch-handwerklichen Kategorien dominierte, erhielt «The Artist» unter anderem die Trophäen für die beste Regie und den besten Film.

Meryl Streep wurde zum dritten Mal mit einem Oscar gekürt – für die Hauptrolle in «Die eiserne Lady» erhielt sie ihre 17. Nominierung, was Streep zur absoluten Rekordhalterin in der Schauspielbranche macht.
Als beste Nebendarstellerin wurde Octavia Spencer für ihre Darbietung im Rassendrama «The Help» prämiert.
Durch seinen Sieg in der Nebendarsteller-Kategorie wurde Christopher Plummer («Beginners») zum ältesten Oscar-Gewinner in der Geschichte der Academy Awards.

Der computeranimierte, im Original mit Johnny Depp als Sprecher der Hauptrolle prominent besetzte Western «Rango» erhielt den Award für den besten Animationsfilm, während «Die Muppets» den Oscar für den besten Song erhielt.

Nachfolgend die komplette Liste sämtlicher Nominierungen und Gewinner.
Die Gewinner des Academy Awards sind fett markiert.

Bester Film
- «The Artist»
- «The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten»
- «Extrem laut und unglaublich nah»
- «The Help»
- «Hugo Cabret»
- «Midnight in Paris»
- «Moneyball»
- «The Tree of Life»
- «Gefährten»

Bester Regisseur
- Michael Hazanavicius für «The Artist»
- Alexander Payne für «The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten»
- Martin Scorsese für «Hugo Cabret»
- Woody Allen für «Midnight in Paris»
- Terrence Malick für «The Tree of Life»

Bester Hauptdarsteller
- Demián Bichir für «A Better Life»
- George Clooney für «The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten»
- Jean Dujardin für «The Artist»
- Gary Oldman für «Dame, König, As, Spion»
- Brad Pitt für «Moneyball»

Bester Nebendarsteller
- Kenneth Branagh für «My Week with Marilyn»
- Jonah Hill für «Moneyball»
- Nick Nolte für «Warrior»
- Christopher Plummer für «Beginners»
- Max von Sydow für «Extrem laut und unglaublich nah»

Beste Nebendarstellerin
- Bérénice Bejo für «The Artist»
- Jessica Chastain für «The Help»
- Melissa McCarthy für «Brautalarm»
- Janet McTeer für «Albert Nobbs»
- Octavia Spencer für «The Help»

Beste Hauptdarstellerin
- Glenn Close für «Albert Nobbs»
- Viola Davis für «The Help»
- Rooney Mara für «Verblendung»
- Meryl Streep für «Die eiserne Lady»
- Michelle Williams für «My Week with Marilyn»

Bester Animationsfilm
- «A Cat in Paris»
- «Chico & Rita»
- «Kung Fu Panda 2»
- «Der gestiefelte Kater»
- «Rango»

Bestes adaptiertes Drehbuch
- Alexander Payne, Nat Faxon und Jim Rash für «The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten»
- John Logan für «Hugo Cabret»
- George Clooney, Grant Heslov und Beau Willimon für «The Ides of March – Tage des Verrats»
- Steven Zaillian und Aaron Sorkin für «Moneyball»
- Bridget O’Connor und Peter Straughan für «Dame, König, As, Spion»

Bestes Original-Drehbuch
- Michael Hazanavicius für «The Artist»
- Annie Mumolo und Kristen Wiig für «Brautalarm»
- J. C. Chandor für «Der große Crash»
- Woody Allen für «Midnight in Paris»
- Asghar Farhadi für «Nader und Simin – Eine Trennung»

Bestes Szenenbild
- Laurence Bennett & Robert Gould für «The Artist»
- Stuart Craig & Stephenie McMillan für «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2»
- Dante Ferretti & Francesca Lo Schiavo für «Hugo Cabret»
- Anne Seibel & Hélène Dubreuil für «Midnight in Paris»
- Rick Carter & Lee Sandales für «Gefährten»

Beste Kamera
- Guillaume Schiffman für «The Artist»
- Jeff Cronenweth für «Verblendung»
- Robert Richardson für «Hugo Cabret»
- Emmanuel Lubezki für «The Tree of Life»
- Janusz Kaminski für «Gefährten»

Bestes Kostümdesign
- Lisy Christl für «Anonymous»
- Mark Bridges für «The Artist»
- Sandy Powell für «Hugo Cabret»
- Michael O’Connor für «Jane Eyre»
- Arianne Phillips für «W.E.»

Bester Dokumentarfilm
- «Hell and Back Again»
- «If a Tree Falls: A Store of the Earth Liberation Front»
- «Paradise Lost 3: Purgatory»
- «Pina»
- «Undefeated

Bester Kurz-Dokumentarfilm
- «The Barber of Birmingham: Foot Soldier of the Civil Rights Movement»
- «God is the Bigger Elvis»
- «Incident in New Baghdad»
- «Saving Face»
- «The Tsunami and the Cherry Blossom»

Bester Schnitt
- Ann-Sophie Bion & Michel Hazanavicius für «The Artist»
- Kevin Tent für «The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten»
- Kirk Baxter & Angus Wall für «Verblendung»
- Thelma Schoonmaker für «Hugo Cabret»
- Christopher Tellefsen für «Moneyball»

Bester fremdsprachiger Spielfilm
- «Bullhead» (Belgien)
- «Footnote» (Israel)
- «In Darkness» (Polen)
- «Monsieur Lazhar» (Kanada)
- «Nader und Simin – Eine Trennung» (Iran)

Bestes Make-Up
- Martial Corneville, Lynn Johnston und Matthew W. Mungle für «Albert Nobbs»
- Nick Dudman, Amanda Knight und Lisa Tomblin für «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2»
- Mark Coulier und J. Roy Helland für «Die eiserne Lady»

Beste Filmmusik
- John Williams für «Die Abenteuer von Tim und Struppi»
- Ludovic Bource für «The Artist»
- Howard Shore für «Hugo Cabret»
- Alberto Iglesias für «Dame, König, As, Spion»
- John Williams für «Gefährten»

Bester Song
- „Man or Muppet“ von Bret McKenzie aus «Die Muppets»
- „Real in Rio“ von Sergio Mendes und Carlinhos Brown aus «Rio»

Bester animierte Kurzfilm
- «Dimanche/Sunday»
- «The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore»
- «La Luna»
- «A Morning Stroll»
- «Wild Life»

Bester Kurzfilm
- «Pentecost»
- «Raju»
- «The Shore»
- «Time Freak»
- «Tuba Atlantic»

Bester Tonschnitt
- Lon Bender und Victor Ray Ennis für «Drive»
- Ren Klyce für «Verblendung»
- Philip Stockton und Eugene Gearty für «Hugo Cabret»
- Ethan Van der Ryn und Erik Aadahl für «Transformers 3»
- Richard Hymns und Gary Rydstrom für «Gefährten»

Bester Ton
- David Parker, Michael Semanick, Ren Klyce und Bo Persson für «Verblendung»
- Tom Fleischmann und John Midgley für «Hugo Cabret»
- Deb Adair, Ron Bocar, Dave Giammarco und Ed Novick für «Moneyball»
- Greg P. Russel, Gary Summers, Jeffrey J. Haboush und Peter J. Devlin für «Transformers 3»
- Gary Rydstrom, Andy Nelson, Tom Johnson und Stuart Wilson für «Gefährten»

Beste visuelle Effekte
- Tim Burke, David Vickery, Greg Butler und John Richardson für «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2»
- Rob Legato, Joss Williams, Ben Grossman und Alex Henning für «Hugo Cabret»
- Erik Nash, John Rosengrant, Dan Taylor und Swen Hillberg für «Real Steel»
- Joe Letteri, Dan Lemmon, R. Christopher White und Daniel Barrett für «Planet der Affen – Prevolution»
- Scott Farrar, Scott Brenza, Matthew Butler und John Frazier für «Transformers 3»

Quelle. www.quotemeter.de