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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Skurrile Staatsausgaben



XO Scarecrow
24.04.2011, 08:38
Ist eine Kamillenblüten-Erntemaschine nötig? Oder spezieller Lippenstift aus Torf? Oder ein Sprachkurs für einen Verwandten eines Soldaten? Der Bund der Steuerzahler hat skurrile Staatsausgaben zusammengetragen."Ziel unserer Einsparliste ist es, eine öffentliche Diskussion darüber anzuregen, wofür der Staat unser Geld ausgibt und welche öffentlichen Ausgaben durch Steuergeld zu finanzieren sind", sagte der Präsident des Steuerzahlerbundes Karl Heinz Däke. Hier sind einige Beispiele dafür, worüber nachgedacht werden soll.


-In den Jahren 2010 bis 2013 stellte der Haushalt 355.000 Euro für die Entwicklung einer Maschine bereit, die Kamillenblüten ernten soll. Zusammen mit den Kamillenblüten-Erzeugern soll eine bessere Pflücktechnik konzipiert werden. Das Geld kommt vom Landwirtschaftsministerium, der Steuerzahlerbund hält es für Planwirtschaft.


-Weil wir es uns wert sind? Warum der Haushalt 260.000 Euro für die Erforschung eines Lippenpflegestifts aus Torf ausgibt, ist dem Bund der Steuerzahler keinesfalls klar. Die Kosmetikindustrie sollte sich eher darum kümmern, finden die Kritiker.


-In Deutschland gibt es für fast alles eine Vereinigung oder Interessenvertretung, so auch für die Pflüger. Der Deutsche Pflügerrat wird sogar vom Staat gefördert. 3000 Euro gibt es für die Mitgliedschaft des Rates im Weltpflügerrat. Dort steht allerdings nicht unbedingt die Interessenvertretung auf dem Programm, sondern Gaudi. Der Weltpflügerrat veranstaltet nämlich einen Wettbewerb, wer am besten pflügt. Als erfolgreiche Wettkampfnation muss Deutschland wohl auch dort dabei sein.


-Die Mineralölkonzerne scheffeln Milliarden. Dennoch gibt es für die Clean Energy Partnership, einen Zusammenschluss von 13 großen Konzernen der Technologie-, Mineralöl-, Energie- und Automobilbaubranche nochmals vier Millionen Euro vom Bund. So soll Wasserstoff als Alternative zu Benzin und Diesel etabliert werden.


-Deutschland ist Mitglied im Internationalen Baumwollberatungsausschuss (ICAC) - und das obwohl das Land so gut wie keine Baumwolle produziert. Für die Pflanze ist es hierzulande einfach zu kalt. Dennoch werden 17.000 Euro vom Etat des Wirtschaftsministeriums für die Mitgliedschaft im Baumwoll-Weltgeremium abgezweigt.


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Auch exklusiver Hauptstadt-Tourismus wird mitfinanziert. Jeder Abgeordnete hat nämlich das Recht pro Jahr 150 Menschen aus seinem Wahlkreis nach Berlin einzuladen. Die Kosten für Anreise, Hotel, Verpflegung und Reisebus werden vom Presseamt übernommen.
Außerdem kann jeder Abgeordnete pro Jahr 230 Gäste zu einem Bundestagsbesuch einladen. Die Ausgaben für beide Arten des Stadttrips liegen bei 31 Millionen Euro.


-Auch Kultur wird gefördert: 490.000 Euro gibt es für das Bonner Institut für Kulturpolitik.


-1,4 Millionen Euro gibt der Bund bis 2013 für Lebensmittelforschung aus. Mit dem geförderten Projekt "Allipids" sollen beispielsweise mehrfach ungesättigte Fettsäuren ihren Platz in den deutschen Lebensmitteln einnehmen. Solche Fettsäuren kommen beispielsweise in Margarine oder in Sonnenblumenöl vor.


-Immer mehr Medikamente werden synthetisch hergestellt. Damit das Wissen um die alten Heilpflanzen nicht verlorengeht, fördert das Landwirtschaftsministerium Heil-, Duft-, Gewürz- und Färbepflanzen mit 250.000 Euro.


-China hockt auf Geldreserven im Wert von drei Billionen Dollar. Dennoch überweist das Bundesforschungsministerium 3,2 Millionen Euro nach Peking, mit denen Verkehrskonzepte entwickelt werden sollen. Unnötig, sagt der Steuerzahlerbund.


-Während die Soldaten der Bundeswehr beim Manöver sind, können ihre Angehörige was für die Bildung tun. Ehepartner von Soldaten, die ins Ausland abkommandiert werden, dürfen einen Sprachkurs besuchen - auch wenn sie in Deutschland bleiben. Das Verteidigungsministerium finanziert das mit 60.000 Euro.


-Da freuen sich die Schreibwarenläden: Jeder Bundestagsabgeordnete hat kann 12.000 Euro für Bürobedarf ausgeben. Macht zusammen 7,5 Millionen Euro. Gekauft werden können neben den gewöhnlichen Schreibutensilien auch Kaffeemaschinen, Navigationsgeräte, Geschirr oder MP3-Player.


-Computerspiele sind schädlich? Laut dem Bundeshaushalt gibt es Ausnahmen. Das Projekt "SpITKom" richtet sich an Lehrlinge im Baugewerbe. Es wurde ein Online-Spiel entwickelt, bei dem virtuelle Städte gebaut werden. So sollen spielerisch Kenntnisse vermittelt werden. Ähnliche Spiele gebe es aber schon auf dem Markt, sagt der Steuerzahlerbund und versteht daher auch nicht, warum dafür 1,4 Millionen Euro vom Bildungsministerium bezahlt werden.


quelle: SZ

XO Snatchy
24.04.2011, 22:00
Bei uns bauen Sie ja grad nen U Bahn Tunnel für 4 Haltestellen KOSTEN mittlerweile um die 1 Milliarde Euro :bird:



Das Citytunnel Projekt Leipzig



Ein City-Tunnel Leipzig soll das Zentrum der Messestadt vom Bayerischen Bahnhof bis zum Hauptbahnhof mit fünf unterirdischen Stationen auf einer Länge von 3,5 km unterqueren.

Mit der unterirdische Verbindung zwischen dem Leipziger Hauptbahnhof und dem Bayerischen Bahnhof soll die Leipziger Innenstadt an das bestehende S-Bahn Netz angeschlossen werden.

Im Regionalverkehr sind Verbindungen in Richtung Altenburg - Zwickau - Plauen sowie Geithain in Richtung Süden geplant.

Die Gesamtlänge der Bahntrasse wird etwa 6,2 km betragen und die Fertigstellung ist für ist für Ende 2009 geplant.
Vorgesehen ist der Neubau von vier U-Bahn Stationen. 1. Bayerischer Bahnhof, 2 . Wilhelm Leuschner Platz, 3. Markt, 4. Hauptbahnhof.

Die Tunnelbauarbeiten haben im Juli 2003 begonnen, 2010/11 soll das Projekt beendet und für den Zugverkehr freigegeben werden.

Es werden zwei Tunnelröhren mit je einem Gleis je Richtung gebaut.

Die zwei 1438 Meter langen Citytunnel Röhren werden mit Hilfe einer 65 Meter langen Tunnelbohrmaschine hergestellt.
Der Start der Tunnelbohrmaschine im Januar 2007 war in der Baugrube am Bayerischen Bahnhof, von wo sie sich im Moment bis zum Hauptbahnhof vorarbeitet.

Jede Tunnel Röhre hat einen Ausbruchdurchmesser von 9,00 Metern und einen Innendurchmesser von 7,90 Meter.

Mit der Eröffnung des City-Tunnels verliert der Hauptbahnhof seinen Status als reiner Kopfbahnhof, da er dann durch den Tunnel mit dem Bayerischen Bahnhof verbunden ist.



Die geplanten Kosten für das Tunnelprojekt lagen anfangs bei 571,62 Millionen Euro.
Die mit der Tunnelbau Auausführung beauftragte DEGES rechnete im Dezember 2006 mit Gesamtkosten von 585 Millionen Euro.
Die Deutschen Bahn geht von möglichen Mehrkosten von bis zu 73 Millionen Euro aus.

Stand 2005/2006 rum


Quelle: http://www.leipzig-sachsen.de/leipzig-fotos/hauptbahnhof.html

Vorallem kommt man ganz gut hin zu Fuss, mit Auto oder Strassenbahn...
Vorallem ist der immer noch net fertig und wirds wohl auch dieses Jahr net schaffen, noch mehr Kosten!

XO Scarecrow
24.04.2011, 22:20
Ist aber schon bemerkenswert wie die Politiker nach Geld schrein und Täglich genug davon verschleudern für unüxes Zeugs...